Hemers letzte Hoffungen zerstört

 Foto: Dennis Echtermann
Foto: Dennis Echtermann

Verdientes Remis im Derby, aber auch ein Sieg hätte Abstieg nicht verhindert. Zwei Spieltage vor Saisonende ist für die SG Hemer der Abstieg perfekt. Nach dem 1:1 im Derby gegen Kalthof gibt es keine Rettung mehr, wobei auch ein Sieg den Hemeranern nicht mehr geholfen hätte, da die bis dato auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stehende DJK/ETuS Schwerte gewonnen hat und somit nicht mehr einzuholen ist.

 

Fußball-Bezirksliga: SG Hemer - SSV Kalthof 1:1 (0:1). Es gab bei den Hemeraner nach dem Schlusspfiff keine Gefühlsausbrüche. Im strömenden Regen wollten die Akteure nur noch in die Kabine, die Hoffnung auf den Klassenerhalt war schon vor dem Anstoß winzig, und ernsthaft an ein Fußball-Wunder hatte sowieso niemand mehr geglaubt. Das bedeutete aber nicht, dass man kampflos das vorerst letzte Derby gegen Kalthof abgeben wollte, auch wenn die erste Halbzeit klar den Gästen gehörte. Sie spielten strukturierter im Aufbau, wirkten kombinationssicherer und besaßen gleich in der Anfangsphase zwei dicke Möglichkeiten. Einmal rettete Rajia auf der Torlinie (3.), wenig später scheiterte Glaser am Schlussmann Latzke.

 

Kalthofs Spielfluss in der zweiten Hälfte weggespült

 

Hemer wirkte gehemmt, bekam aber wie aus dem Nichts die Riesenchance, dem Spiel eine entscheidende Wende zu geben. Nach Bormanns naivem Einsteigen im Strafraum gegen Sular zeigte Schiedsrichter Krause auf den Punkt, doch Wilms wehrte den von Koblitz schwach und unplatziert geschossenen Strafstoß mühelos ab (17.). Ansonsten blieben die Gäste dominant und torgefährlicher, aber erst ein Zufallstreffer bescherte die Führung. Hegemanns angedachtes Zuspiel auf Serter, der am Ball vorbei grätschte, trudelte im langen Eck überraschend über die Torlinie (37.).

 

Nach der Pause drehte sich die Partie komplett. Je stärker der Himmel seine Schleusen öffnete, umso mehr wurde der Kalthofer Spielfluss weggespült. Als der SSV nach einem Eckball das Leder nicht aus der Gefahrenzone bekam, glich Steinhoff aus (55.) und blies damit zur Offensive. Die Hemeraner hatten mehrfach den Siegtreffer auf den Fuß. Doch Steinhoff, Gündüz, der nach einem eklatanten Kalthofer Abwehrfehler das Gastgeschenk kläglich verstolperte, sowie Klusch und Koblitz offenbarten Nerven im Abschluss.

 

(IKZ Online, 14.05.2018)


SSV dominiert vor der Pause

Solide Leistung beim 4:2 gegen ETuS Schwerte. In der Fußball-Bezirksliga haben sich die Kalthofer von den abstiegsbedrohten Schwertern nach dem Wechsel in Bedrängnis bringen lassen – für drei Punkte reichte die solide Leistung aber allemal aus.

 

SSV Kalthof - ETuS Schwerte 4:2 (3:0). Die Gäste standen wie erwartet spürbar unter Druck und gingen aggressiv ins Spiel. Aber auch SSV-Trainer Stefan Axourgos konnte auf eine hochmotivierte Elf zählen: „Wir wollten die Abreibung, die wir von Voerde bekommen haben, zuhause wieder gutmachen. Die Jungs waren von Anfang an voll da.“ Das 3:0 zur Halbzeit war vollauf verdient, und der SSV erspielte sich auch darüber hinaus noch gute Chancen.

Aus der Kabine kam das Team dann wohl etwas zu siegessicher und schenkte dem Gegner zwei Tore bei Standardsituationen nach unnötigen Fouls. Ansonsten zeigte sich Axourgos voll zufrieden mit der Vorstellung seiner Mannschaft. Während Schwerte nun im Abstiegskampf ins Schwitzen geraten könnte, bedeutet der Ausgang der Partie für die SG Hemer auf Rang 15 einen Funken Hoffnung - allerdings beträgt der Rückstand vor den letzten vier Saisonspielen immer noch sechs Punkte.

 

SSV: Wilms; Glaser, Cakaj, Mühlhof, Saygin (81. Gahir), Kaminski (61. Kowalski), Bormann, Öztürk, Schulz, Sular, Gündüz (77. Martina).

 

Tore: 1:0 (27.) Sular, 2:0 (43.) Bormann, 3:0 (44.) Mühlhof, 4:0 (50.) Kaminski, 4:1 (51.) Smajlovic, 4:2 (61.) Vögler.

 

(IKZ Online, 03.05.2018)


Garenfeld duselt sich zum 2:1 Sieg gegen SSV

Fußball-Bezirksligist SC Berchum/Garenfeld schlug den SSV Kalthof vor 90 Zuschauern im eigenen Waldstadion mit 2:1 (0:0). Der Dreier ist äußerst schmeichelhaft, denn die Iserlohner hätten ein Unentschieden definitiv verdient gehabt. Letztendlich scheiterten sie am eigenen Unvermögen.

 

Wir überspringen die erste Halbzeit und spulen direkt in die 52. Spielminute, denn vor dem Pausenpfiff blieb der Begleitzettel des anwesenden Journalisten leer. Bei einer Flanke der Gäste in den Strafraum stieß SC-Torhüter Manuel Tragelehn einen gegnerischen Akteur am Fünfmeterraum gegen den Kopf - Schiedsrichter Jonas Fischbach hätte auf den Punkt zeigen müssen, der Pfiff blieb aber aus, Glück im Unglück aus Sicht des Sportclubs.

 

Nach einer guten Stunde gingen die Iserlohner in Führung. Marius Kaminski schlug einen Freistoß vor das Berchumer Gehäuse, Tim Mühlhof »streichelte« die Kugel mit dem Pony an Tragelehn zum 1:0 vorbei. Infolge ereigneten sich drei Torchancen, wovon zwei den Gästen gehörten. Zunächst liefen sie in einer Zwei-gegen-Eins-Situation auf Tragelehn zu, doch anstatt abzulegen, entschied sich Furkan Sular für einen Lupfer über Garenfelds »Hexer« – zu seinem Nachteil. Der Ball ging am Tor vorbei (62.). Kurz darauf knallte Berchums Christian Deuerling das Leder an den rechten Torpfosten (65.), ehe der SSV eine Viertelstunde später eine ähnliche aussichtsreiche Situation wie vorher wieder nicht in ein Tor ummünzen konnte. Dabei blieb es aber nicht, es boten sich noch zwei weitere Konterchancen, die aber schlampig zu Ende gespielt wurden.

 

Wie es im Fußball so schön heißt: »Wenn du vorne die Dinger nicht machst, kriegst du hinten einen rein« – das Schicksal ereilte auch das Team aus Kalthof. In Spielminute 83 lief Tim Eickelmann steil in den Sechzehner und wurde von den Beinen geholt, diesmal zeigte Jonas Fischbach folgerichtig auf den Punkt. Christian Deuerling trat an, scheiterte zunächst an Björn Wilms, doch der eingewechselte Alessandro Sambale schaltete am schnellsten und brachte den Nachschuss im Kasten unter - 1:1-Ausgleich!

 

Zwei Minuten vor dem regulären Spielende wurde den Gastgebern im linken Halbfeld ein Freistoß zugesprochen. Der ebenfalls eingewechselte Christian Schilling flankte auf den zweiten Pfosten, Deuerling nickte zurück in den Fünfer, und Innenverteidiger Alexander Rüster musste frei stehend nur noch »Danke!« sagen. Die Partie war gedreht, doch keiner wusste so recht wie. Schilling erzielte hinterher sogar noch das 3:1, doch Fischbach wollte eine Abseitsstellung erkannt haben, die dem Urteil fast sämtlicher Anwesenden aber keine gewesen sein sollte.

 

»Das war ein aufregendes Spiel. Erst bist du auf der Verliererstraße, dann fährst du zur Kreuzung zurück und biegst plötzlich auf die Siegerstraße ab. Es war etwas glücklich, aber am Ende zählen die drei Punkte«, sagte Garenfelds Chefcoach Dieter Iske nach dem Schlusspfiff.

 

(Fabian Sommer, IKZ Online, 16.04.2018)


Erstklassiger Fußball in perfektem Rahmen

Bayer Leverkusen gewann die Hallenmasters des SSV Kalthof. Foto: Dennis Echtermann
Bayer Leverkusen gewann die Hallenmasters des SSV Kalthof. Foto: Dennis Echtermann

 

Der SSV Kalthof vollbringt eine organisatorische Glanzleistung, und alle Gäste wollen wiederkommen. Der große Pokal stand auf dem Kunstrasen, und ihn umringte die tanzende Siegermannschaft. Mit Bayer Leverkusen setzte sich die beste Mannschaft bei den Iserlohner Hallenmasters durch, sie bezwang im Finale den Vorjahressieger VfB Stuttgart. Doch es gab viele Sieger bei diesem hochklassigen Nachwuchsturnier. Gastgeber SSV Kalthof natürlich, dessen Organisationsteam für einen allseits gelobten Ablauf sorgte, die Aktion Kinderlachen, die angesichts der vollen Ränge auf eine stattliche Spende hoffen darf, und natürlich auch die Zuschauer. Denn sie erlebten Spitzenkönner dieser Altersstufe live, und einige von denen, die am Wochenende in Iserlohn vorspielten, wird man in einigen Jahren gewiss im Profibereich sehen.

 

(IKZ online, 22.01.2018)


SSV Kalthof holt den Titel

In einem packenden Finale holte sich überraschend der SSV Kalthof den Titel. Der 36. Budenzauber endete mit einer Überraschung. Im Endspiel fing der SSV Kalthof trotz eines 0:3-Rückstandes Borussia Dröschede noch mit 4:3 ab. Foto: Michael May
In einem packenden Finale holte sich überraschend der SSV Kalthof den Titel. Der 36. Budenzauber endete mit einer Überraschung. Im Endspiel fing der SSV Kalthof trotz eines 0:3-Rückstandes Borussia Dröschede noch mit 4:3 ab. Foto: Michael May

 

Die 36. Iserlohner Hallenfußball-Stadtmeisterschaft endete mit einer dicken Überraschung. Durch einen Treffer von Marius Kaminski vier Sekunden vor Schluss besiegte Bezirksligist SSV Kalthof im Finale Gastgeber Borussia Dröschede 4:3 und holte sich zum dritten Mal nach 1983 und 1989 den Titel. Die Akteure des Underdogs konnten ihr Glück kaum fassen, lagen sie doch nach drei Minuten schon 0:3 hinten. Doch die Borussia nutzte weitere Großchancen nicht und verlor dann total den Faden und letztlich auch das Finale. Zuvor hatte der Gastgeber vor gut gefüllter Halle den Titel-Hattrick des FC Iserlohn verhindert. Im Halbfinale unterlag der Westfalenligist der Borussia mit 3:4 nach Neunmeterschießen. Im zweiten Halbfinale bezwang Kalthof den Landesligisten SC Hennen, der sich von allen teilnehmenden Teams im Verlauf des Turniers am meisten steigerte.

 

Insgesamt sahen die Zuschauer auch in der Zwischenrunde sehr unterhaltsame Spiele, die auch zumeist sehr fair abliefen. Der am Freitag erreichte Schnitt von sechs Treffern pro Partie, wurde gehalten. Erfolgreichster Schütze war Lukas Lenz vom FC Iserlohn mit zehn Treffern. Als bester Keeper wurde Martin Jakubczyk von Borussia Dröschede ausgezeichnet, der u.a. im Neunmeterschießen gegen den FCI alle drei Versuche der Iserlohner entschärfte. An der Kreismeisterschaft Ende Januar nehmen neben den vier genannten Teams der VfK Iserlohn, SpVg. Nachrodt, ASSV Letmathe und MSV Iserlohn teil.

 

(IKZ-online, 30.12.2017)